Archive for the ‘Solaris’ Category

Probleme mit dem SunRay-Server

Ich habe heute etwas länger geschlafen. Als erste Tagesaufgabe habe ich pflichtbewusst meine Mails gelesen und schon kam eine User-Mail, dass der SunRay-Server nicht läuft.

Ein Fehler war schnell gefunden: Der gdm lief nicht.

sunray ~ # svcs -a | grep gdm
disabled       11:38:23 svc:/application/gdm2-login:default
sunray ~ # svcadm enable svc:/application/gdm2-login:default

Nun konnte man sich via CDE einloggen, aber nicht mit dem Java Desktop, welcher auf gnome basiert. Nach nervigen Suchen hat sich auch Rumpel zu mir gesetzt. Dabei ist mir aufgefallen, dass in /tmp nur root schreiben darf, nachdem in /tmp wieder jeder schreiben durfte, lief wieder alles korrekt.

Cloud Computing

Ich höre immer öfter von Cloud Computing. Jedes mal hört sich das ganze wie eine ganz neue Idee an. Dabei ist Cloud Computing, nach meiner Ansicht, ein alter Hut. Dieser hat bestimmt schon 50 Jahre auf dem Buckel. Was man unter Cloud Computing versteht kann nachlesen. Was ist aber der eigentliche Kern hinter der ganzen Geschichte?

Beim   Cloud Computing werden Rechen-, Speicherkapazitäten oder Dienste dynamisch zur Verfügung gestellt. Diese Kapazitäten und Dienste werden in der Regel über ein Netzwerk zugänglich gemacht. Auf den Mainframes der 1960er Jahre wurden auch Dienste und Ressourcen dynamisch angeboten und verwaltet. Die Rechenzeit wurde zum Teil auch bei den verschiedenen Kostenstellen gebucht. Auf diese Weise kann man auch aktuelle Enterprise-Server bzw. Mainframes ansetzten und dabei die Hardware dynamisch partitionieren.  Wo ist nun der Unterschied, ob man 4 volle Racks hat oder nur einen großen Rechner (1960 oder heute)?

Der Unterschied zu 1960 ist, das man seit einigen Jahren vorkonfiguriertes Blech mit entsprechenden Diensten kaufen kann. Ich habe den Vorteil, das ich auf das Blech und dem Dienst Garantie bekommen kann. Weiterhin gibt es Dienstleister, welche einen Dienste anbieten. Als Kunde muss man sich nicht mehr mit der Hardware belasten. Es ist aber durchaus interessant  im eigenen Rechenzentrum eine private Cloud zu betreiben. So kann man schnell auf sich änderte Bedingungen  reagieren.

Wenn ich es genau nehme, dann betreibe zu Hause meine eigene Cloud. Das Herzstück ist walhalla, auf ihn läuft ein Solaris 11 Express Edition. In dem Rechner sind einige Festplatten. Wenn ich etwas ausprobiere, dann erstelle ich schnell eine  Zone oder setzte mit VirtualBox ein Linux auf. Je nach dem was ich mache, erzeuge ich mir eine maßgeschneiderte Umgebung. Einige werden sich fragen, wozu der ganze Aufwand. Die Antwort ist ganz einfach: Es ist möglich und es macht mir Spaß. Den größten Mehrgewinn sehe ich darin, das ich mein System sauber halte. Denn ich weiß für was welche Zone gut ist.

P.S.: Ich habe 1960 gewählt, weil mir nichts besseres eingefallen ist.

Platz sparen mit zfs

Mir sind heute meine Festplatten fast voll gelaufen. Also habe ich quick&dirty die Kompression und die Deduplikation von zfs für die betreffenden Dateisysteme aktiviert. Da zfs (noch) kein rewrite der Daten hat, habe ich angefangen die Daten zu kopieren und anschließend die alte Version gelöscht. Für import und Export von Pool hatte ich einfach zu wenig Platz, deswegen die umständliche Aktion mit dem kopieren. Und dann kam der Schreck: du -hs zeigte auf einmal eine kleinere Größe an. Nach einiger Nachforschung habe ich mitbekommen, dass disk usage wörtlich zu nehmen ist. du zeigt wirklich die Größe an, welche auf dem Device verbraucht wird. Das GNU-du kann hier Abhilfe schaffen, mit /usr/gnu/bin/du --apparent-size -hs bekommt man die Aufsummierte Größe der Dateien. In diesem Zusammenhang ist der Blogeintrag von Ben Rockwood lesenswert.

Zum Schluss sei noch gesagt, dass sich die Aktion für meine Daten gelohnt hat. Ich habe zfs compression=on .... gesetzt, also keine gzip-Kompression benutzt.

OpenIndiana und erste Erfahrungen

Ich habe es endlich geschafft: ein Update auf OpenIndiana Im großen und ganzen kann man es einigermaßen benutzen. Die Lokalisierung ist mehr als schlecht. Das meiste kann man irgendwie fixen

Update auf OpenIndiana

Man findet hier auch die orginale Anleitung zum Update.

  1. update auf Build 134 bzw. Build 134 booten (wie man bootet zeige ich nicht ;-) )
    rennecke@walhalla ~ % pfexec pkg install SUNWipkg SUNWipkg-um SUNWipkg-gui
    rennecke@walhalla ~ % pfexec pkg set-publisher -O http://pkg.openindiana.org/legacy opensolaris.org
    rennecke@walhalla ~ % pfexec pkg image-update
  2. Update auf OpenIndiana
    rennecke@walhalla ~ % pfexec pkg set-publisher --non-sticky opensolaris.org
    rennecke@walhalla ~ % pfexec pkg set-publisher -p http://pkg.openindiana.org/dev
    rennecke@walhalla ~ % pfexec pkg set-publisher -P openindiana.org
    rennecke@walhalla ~ % pfexec pkg uninstall entire
    rennecke@walhalla ~ % pfexec pkg uninstall thunderbird # das Paket konnte ich nicht updaten
    rennecke@walhalla ~ % pfexec pkg uninstall songbird    # das Paket konnte ich nicht updaten
    rennecke@walhalla ~ % pfexec pkg image-update

Troubleshooting

  • Ich bekomme folgende Fehler
    rennecke@walhalla ~ % pfexec pkg image-update
    DOWNLOAD                                  PKGS       FILES    XFER (MB)
    mail/thunderbird                       183/838  8825/40200  120.2/648.9  
     
    Fehler beim Abrufen von Paket oder Dateidaten für
    den angeforderten Vorgang.
    Details folgen:
     
    Invalid content path usr/lib/thunderbird/thunderbird-bin: chash failure: expected: 64fd9c1561c244e0563dfc675dbd3a8c3c86f469 computed: 9179b65e28cc293105c6368ee818f1729eb7f991. (happened 4 times)

    oder

    rennecke@walhalla ~ % pfexec pkg image-update
    DOWNLOAD                                  PKGS       FILES    XFER (MB)
    mail/thunderbird                       190/838  7945/40200  131.8/648.9  
     
    Errors were encountered while attempting to retrieve package or file data for
    the requested operation.
    Details follow:
     
    Framework error: code: 18 reason: transfer closed with 13603900 bytes remaining to read
    URL: 'http://pkg.openindiana.org/dev/file/0/c5df73fea1fb6f63f0f17cf5e996e8525fc1a4f4'. (happened 4 times)

    Dann einfach das betreffende Paket deinstallieren und später wieder installieren.

  • Firefox und Thunderbird gehen nicht. Das Problem ist die Lokalisierung.


    rennecke@walhalla ~ % export LANG=C
    rennecke@walhalla ~ % firefox &
  • Ich habe das falsche Tastaturlayout
    rennecke@trantor ~ $ setxkbmap de           # setzt das persönlich Layout auf de
    rennecke@trantor ~ $ cat .Xkbmap            # Datei wird ausgewertet, beim starten der Sitzung
    de

    Die ganzen anderen Möglichkeiten (welche solaristypisch sind) haben bei mir nicht funktioniert.

  • Enigmail bei Thunderbird funktioniert nicht mehr. Einfach auf der Webseite das Plugin herunter laden und installieren

Wie ärgere ich mein zfs

zfs hat den Ruf, dass es unzerstörbar ist. Ab und zu hört man, dass User xy sein zfs kaputt bekommen hat und meint, dass zfs nicht mehr kann als sein altes Dateisystem. Wenn man sich mal ansieht, was der User xy gemacht hat, dann bemerkt der aufmerksame Systemheld, dass man mit derartigen Attacken auch Enterprise Storage-Systeme im Wert von mehreren Millionen kaputt bekommt.

Was kann zfs nicht

  • im laufenden Betrieb mehr Plattenausfälle verkraften als die zur Verfügung stehende Redundanz
  • im laufenden Betrieb mehr Platten tauschen, als man Redundanz hat
  • mit kaputten Platten laufen

Auch wenn es zu den einen oder andern Punkt abweichende Behauptungen gibt, so muss ich hier ausdrücklich sagen, dass ein solches Verhalten im Allgemeinen Fall unmöglich ist. Es kann hingegen sein, dass man aus einem zerstörten zpool noch Daten retten kann. Das funktioniert aber nur mit Glück.

Was kann zfs

Das folgende habe ich auf einer Sun Enterprise E450 und einem StorEdge D1000 ausprobiert. Im StorEdge hatte ich einen bunten Mix aus 36 GB und 18 GB Platten. Das folgende sollte man nicht an einem Produktivsystem ausprobieren! Bei den Testläufen habe ich /dev/random bzw. /dev/zero in eine Datei, auf den betreffenden zpool geschrieben.

  • Sämtliche Schweinereien mit den Platten gehen, solange man die Redundanz einhält.
  • Die Platten vom Strom trennen oder ein Systemabsturz provozieren. Das zfs überlebt das alles und bleibt konsistent
  • Wenn das System herunter gefahren ist, alle Platten des nicht exportierten zpool mischen. Das ärgert das zfs schon sehr,
    ich musste meinen zpool exportieren und wieder importieren, damit alles wieder korrekt funktioniert hat
  • Aus einen buten Plattenmix ein raidz bzw. ein raidz2 bauen. Das macht aber aus Performancesicht keinen Sinn.
  • Im laufenden Betrieb eine Platte wechseln (wenn man Redundanz hat)

Das war eigenlich alles, was ich mit zfs probiert habe. Ich hatte nicht mehr dumme Ideen. zfs verhält sich auf Dateien anderst als auf echten Devices. Was daran liegt, dass Dateien evtl. noch im Cache sind. Jeder, der die Möglichkeit hat, sollte einige Szenarien vorher einmal ausprobieren.

amarok, KDE und Co

Es gibt inzwischen KDE Pakte für Open Solaris. Diese werden von Pavel Heimlich betreut. Er hat dafür ein eigenes Repo. Ich nutze nur amarok, welches ich an eine mysql-DB gebunden habe.

Es scheint prinzipell alles zu funktionieren. Ich habe nur den Eindruck, dass alles etwas langsam ist. Das schreibt auch Pavel in seinen Blog. Das liegt an dbus. Mein aktueller Build 142 macht das ganze sicher auch besser…

Der primäre Server ist http://solaris.bionicmutton.org:10000/ Die nimmt keine neuen Verbindungen mehr an, wenn seine Downloadgeschwindigkeit ca. 100kBit/s ist. Ich habe gute Erfahrungen mit den Mirror gemacht: http://pkg.osladil.cz:30000/. Vielleicht kommt das mal in die offizellen Repos mit rein, die sind aber auch nicht gerade schnell….

Es gibt eine neue Versiom im Repo. Aber sie läuft auch noch etwas harklig auf meinen Build 142. Ich hoffe, dass Illumos bals aus den Puschen kommt…

Erste Erfahrung mit Build 142

Ich bin dieser Readme gefolgt. Die Installation lief ohne Probleme, dauert aber sehr lange, da alle Zonen nacheinander aktualisiert werden.

Ich habe das Gefühl, dass der Scheduler besser arbeitet oder die Stromsparmaßnehmen besser sind, da sich meine CPU öfter herunter taktet (powertop). zfs werde ich erst einmal nicht updaten. Damit warte ich noch ein paar Tage. Es gibt den zpool in der Version 26 und zfs in Version 5.

Das ist das erste OpenSolaris-Release für mich, bei dem Oracle im Copyright steht. Das macht mich etwas wehmütig….

Viel Spaß beim Testen, es scheint ein gelungenes Release zu sein, Danke Richard Lowe! :-)

Neuer OpenSolaris Build

Es gibt inzwischen wieder einen neuen Build von OpenSolaris. Er wurde von Richard Lowe gebaut. Ich mache gearade das update und berichte später wie er läuft. Ihr könnt ihn auf genunix.org beziehen.

Ganz Wichtig: Benutzt gtar zum Entpacken

R, die Statistiksoftware installieren

Ich wollte vor ein paar Tagen die aktuelle Version 2.11.1 von R installieren. Es gibt leider kein aktuelles R-Pakage für Solaris. Auf sunfreeware gibt es ein R-Package in der Version 2.7.2. Also blieb mir nichts anderes übrig, als R selbst zu übersetzten. Leider ging das nicht auf Anhieb. Ich habe folgende Fehlermeldung bekommen:

checking for iconv.h... yes
checking for iconv... yes
checking whether iconv accepts "UTF-8", "latin1", "ASCII" and "UCS-*"... no
configure: error: a suitable iconv is essential

Ich habe von blastwave libiconv installiert und bei meiner Solaris 10 Box noch denn gcc 4. Bei OpenSolaris habe ich das Pakage pkg:/developer/gcc/gcc-43 installiert. Es gibt CGLAGS für Sparc und für x86

rennecke@walhalla /tmp/R-2.11.1 % ./configure CFLAGS=-I/opt/csw/include \
`> LDFLAGS=-L/opt/csw/lib \
`> GCC=/usr/gcc/4.3/bin/gcc\
`> CFLAGS='<falg 1> <flag 2> <flag 3>' \
`> --prefix=/opt/R
....
rennecke@walhalla /tmp/R-2.11.1 % gmake

Update Thunderbird

Ich habe schon des öfteren über Thunderbird geschrieben. Heute ist es mal wieder ernst geworden. Ich wollte für den 3er Thunderbird auf meiner Solaris 10-Box (sparc) meine Lieblings-Plugins Lightning und Enigmail installieren. Enigmail und Lightning meinten, dass es keine Versionen für meine Platform gibt.

Die Lösung für mein Problem war ganz einfach: Für Lightning gibt es hier einen ftp-Server Hier gibt es auch das Linux-Plugin für 64-Bit. Für Enigmail muss man nun die Projektseite bemühen. Hier findet man die Plugins für Solaris und Linux. (Es wissen bestimmt alle Solaris-Nutzer, dass OpenSolaris-Plugins auch unter Solaris 10 funktionieren und umgekehrt, man sollte nur bei der Architektur sparc bzw. x86 aufpassen)